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Als im Frühjahr 2009 dieser Internetauftritt entstand, ging es im Wesentlichen darum, eine attraktive Werbeplattform für angehende Sponsoren zu schaffen. Der Lotteriegewinn des Startplatzes beim Ironman auf Hawaii war nicht nur eine Herausforderung auf sportlichen Ebene, es bedurfte auch einer seriösen Planung im finanziellen Bereich, sollte es nicht zu einem wirtschaftlichen Exitus kommen. Also entstand Ironmind.de. Und siehe da, ein Leben bei Wasser und Brot unter einer großen Plastikplane blieben meiner Familie und mir erspart. Viele Nicht-Sportler und Triathloneinsteiger zeigten sich von Ironmind.de angesprochen, ganz besonders durch das Hawaii-Tagebuch. Die Höhen und Tiefen eines ganz normalen Menschen (Otto-Normalverbraucher) mit den bekannten Facetten menschlicher „Schwächen“, wurden hier charmant offen und bemüht ehrlich dem Leser zugänglich gemacht. Ein sehr persönlicher Reisebericht ohne heroischem Anstrich, mit allen Fettnäpfen und allen Mißgeschicken versehen, die sich auf so einem monatelangen Weg zeigen müssen.

Aber natürlich kamen auch die Highlights nicht zu kurz. Die Begeisterung, die Freude, die menschlichen Begegnungen…..die Faszination Ironman, die sich schon weit vor dem Startschuß am Pier von Kailua Kona breit machte. Am 10. Oktober 2009, zwölf Stunden nach dem Startschuß am Pier von Kailua Kona war das Abenteuer vorbei. Die Mission erfüllt. Ende. Ein paar Tage Leere und Trauer. Den Blues im Herzen, und die Frage: und jetzt ? Bis vor kurzem hatte das Leben eine Zielrichtung, einen Inhalt….und auf einmal war da nichts mehr. Aus und vorbei. Frust, Tristesse, Depressionen !? Nein, nur kurz. Denn etwas anderes hatte sich beinahe unbemerkt breit gemacht. Etwas, das schüchtern darauf wartete, entdeckt zu werden. Ein Lebensgefühl, das sich bereits weit vor dem eigentlichen Wettkampf eingenistet hatte. Dieses Lebensgefühl nahm gerade nach dem 10. Oktober immer mehr Raum ein. Es war geboren aus wieder gefundenen Eigenschaften wie Ehrlichkeit, Disziplin, Mitgefühl, Authentizität, Besonnenheit und Geduld. Eigenschaften, die zwangsläufig auftauchen, um ein Ziel wie das Überschreiten einer Ironman – Ziellinie, zu erreichen. Und dieses Lebensgefühl heißt: Vertrauen….Selbstvertrauen. Dieses Lebensgefühl ist es, das mich veranlasst, Ironmind.de nicht im elektronischen Papierkorb zu versenken. Ich möchte die Richtung beibehalten und dran bleiben. Und ich möchte es weitergeben und teilen. Denn nur dann potenziert es sich. Nur dann ist es für mich und anderen von Nutzen. Und ich meine das auch genau in der Reihenfolge. Ich bin kein guter Mensch, der in völliger Selbstlosigkeit zur Rettung der Menschheit Liebe und Selbstvertrauen ins Universum bläst. Gott bewahre…..dafür bin ich viel zu egoistisch. Aber ich lebe gern ein Leben in einer Atmosphäre von Vertrauen. Es ist einfach geil (man möge mir diese Wortwahl verzeihen) sich nicht mehr von Selbstzweifeln und Lebensängsten beherrschen lassen zu müssen. Dazu mehr auf den folgenden Seiten. Desweiteren möchte ich meine Erfahrungen in Bezug auf Training und Ernährung weiter geben. Als ich 2007 nach zehn Jahren Sportabstinenz wieder mit dem Lauftraining begann und in Hamburg einen 4 – Stunden Marathon (4:12,36 Std.) hinlegte, war ich ein körperliches Wrack. Dauerhafte Schmerzen im unteren Rücken, Nacken, Fuß und hinterer Oberschenkelmuskulatur ließen mich oft verzweifeln. Und Prognosen sogenannter Fachleute klangen eher vernichtend: „in ihrem Alter sollten sie lieber nur Spazieren gehen.“ Heute habe ich einen Ironman hinter mir und bin bei meinem letzten Marathon eine 3:18,42 gelaufen, ohne Schmerzen, ohne Medikamente…..und was bei mir funktioniert, funktioniert auch bei anderen. Dies ist eine Einladung. Eine Einladung an diejenigen, die die Nase voll haben von verstaubten Konzepten („ du bist zu alt“), abgenutzten Dogmen („ das kann doch nicht gesund sein“) und lächerlichen Stammtisch – Weisheiten („ du läufst deinen Problemen davon“). Hier geht es um höchstmöglichen Genuss beim wundervollsten Sport der Welt, und dem dazugehörigen Lebensgefühl. Die Entdeckung dieses Gefühls ist es, worum es geht. Sicherlich gibt es auch andere Mittel und Wege dorthin. Aber mein Weg ist der Weg des Schwimmens, des Radfahrens und des Laufens. Und… vielleicht ist es ja auch Deiner !?

Hans-Peter Dannenberg
Oktober 2010